Mittwoch, 16. Mai 2018

Mai-Impressionen





Der schönste Gartenmonat ist der Mai, zumindest denke ich das, wenn ich jetzt im Garten bin. Dieser Mai ist auch ganz besonders schön. So viele Blüten, so schwere Düfte und Sonne satt, da habe ich den Wonnemonat schon anders kennengelernt.
Ihr seht schon, ich schwelge in Frühlingsgefühlen. Dabei fühlt sich dieser Mai wie Sommer an.

Na ja, perfekt ist er auch nicht. Es könnte mal regnen. Die Wasserfässer sind leer und das ewige gießen nervt. Auch schwirren für meinen Geschmack viel zu viele Maikäfer in den Obstbäumen umher. Amseln und Elstern mühen sich redlich, die eiweißreichen Käfer zu verspeisen, aber es sind zu viele. Wie viele Eier legt noch mal ein Maikäfer? Ich höre schon, wie dicke, weiße Engerlinge an zarten Blumenwurzeln knabbern.

Ach was, jetzt vergesse ich die Käferplage und spaziere lieber durch den Garten.



Seit drei Jahren rankt ein Blauregen im Apfelbaum. Direkt nach der Apfelblüte öffnen sich die lila Blütenrispen und bescheren mir eine zweite Blüte.





Meine Sonnenbank am Steingarten.






Süßdolde (Myrrhis odorata)




Ich verwende die Blätter sparsam in Salatsoßen. Später ernte ich die reifen Samen, die einen süßen, Anis ähnlichen Geschmack haben.




Schaumblüte (Tiarella) ein hübscher Bodendecker.



Ein wenig Ähnlichkeit hat der Enzianehrenpreis (Veronica gentianoides) mit der Schaumblüte. Ist aber etwas anspruchsvoller wenn es um die Wasserversorgung geht.






Akelei mit Katzenminze. Die zufälligen Farben der Akelei passen gut zur blauen Katzenminze. 
Es ist immer spannend, in welchen Farben und Formen die Akeleipflanzen in diesem Jahr blühen.




Natürlich möchte ich euch die erste Rosenblüte dieser Saison zeigen. Das Rennen hat diesmal Lichtkönigin Lucia gewonnen.


Aber noch mal zurück zur Akelei. Jedes Jahr nehme ich mir vor, alle verschiedenen Blüten zu fotografieren. Bisher habe ich es nicht geschafft. 



Aber lohnen würde es sich schon.




Im Vorgarten wächst keine Akelei, dafür leuchtet Rhododendron in Pinktönen. Da ich sehr kalkhaltigen Boden besitze, pflanze ich keine neuen Rhodos an. Diese hier stammen noch von den Vorbesitzern. 





Die warmen sonnigen Tage sorgen für eine reiche Blüte bei den Milchsternen. Die Zwiebelgewächse bilden dichte Hoste und ich muss aufpassen, dass sie sich nicht zu sehr vermehren.




Endlich darf auch die frostempfindliche Calamondin ins Freie. Ich glaube, sie hat mir dankbar zugelächelt. Ehrlich, manchmal denke ich wirklich, dass Pflanzen Gefühle haben und auch weitergeben. Wenn ich mit der Hand über die Blätter streife, dann ist da etwas, ich kann es nur nicht richtig erklären.



So langsam nähern wir uns dem hinteren Gartenteil. Er wird von einer großen Weigelie beherrscht.




Hier kann ich euch auch einen Neuzugang zeigen. Eine Nachtviole (Hesperis matronalis).Ich wollte sie wegen ihres Duftes im Garten haben. Ich wusste allerdings nicht, dass sie so groß wird. Über einen Meter ragen die lila Blüten über dem Beet. Die Nachtviole beansprucht sehr viel Platz.




Ebenfalls sehr hoch, aber platzsparend, so mag ich Allium. In diesem Jahr blühen viele weiße Alliumpflanzen.





Zum Abschluss ein kurzer Blick auf die ersten Irisblüten. Alle Pflanzen setzen viele Knospen an und ich werde bestimmt noch einmal auf diese wunderschönen Blumen zurückkommen.


Sonntag, 6. Mai 2018

Strauchpfingstrosen





Immer wieder freue ich mich über die großen, wunderbar leuchtenden Blüten der Strauchpfingstrosen.



Alle vier Paeonien blühen in diesem Jahr besonders schön. So, als wollten sie den Totalausfall vom letzten Frühjahr wieder gut machen. Dabei konnten sie ja nichts für den Aprilfrost, der alle Blüten zerstörte. 



Durch die frühe Blüte von Paeonia suffruticosa wird die Pfingstrosenblüte über Wochen verlängert.






Obwohl die großen Blüten so exotisch wirken, ist die Pflanze völlig pflegeleicht. 












































Montag, 30. April 2018

Letzter Gartenspaziergang im April

So kalt der März war, so warm kam der April daher. Ich muss mich beeilen wenn ich alle Blumen sehen möchte. Sie verblühen schnell in diesem April.


Die Insekten haben ordentlich zu tun und viele Bienen besuchen unseren Garten. Das Bienensterben, von dem in den Medien berichtet wird, scheint hier noch nicht so gravierend zu sein.


Jetzt blühen die späten Tulpen. 








Viel Gelb und Rot. So sehr ich die kräftigen Farben mag, jetzt fehlen mir die rosa Tulpen. 




Im Frühjahr zeichne ich immer einen Plan, auf dem ich vermerke, an welchen Stellen ich im Herbst neue Tulpen setzen möchte und welche Farben ich mir für das nächste Jahr wünsche.
Auf jeden Fall kommen rosa und weiße Tulpen auf meine Liste.




Neben den Tulpen blühen jetzt Anemone sylvestris in reinem Weiß





Und die wunderbare bodendeckende Elfenblume.(Epimedium)






Bellis und Hornveilchen kommen auch bei warmem Wetter zurecht, wogegen fast alle Primeln unter der Sonne leiden.



Ich mag sie nicht wegwerfen, die alten Kränze. Ich hänge sie immer an unsere Flechtwand zum Nachbarn. Dort bleiben sie meist noch ein, zwei Jahre hängen.




Ich wünsche euch einen schönen ersten Mai und hoffe, dass ihr Spaß beim Tanz in den Mai habt.

Donnerstag, 26. April 2018

Tulpenzeit




Ihr habt es ja im letzen Post schon gesehen. Die Apfelblüte läuft mit Volldampf. Unter Volldampf arbeiten auch viele Insekten und bestäuben fleißig hunderte oder gar tausende von Apfelblüten.
Wenn die Eisheiligen milde mit uns umgehen, dann ernten wir in diesem Jahr viele Äpfel. Wie sehr habe ich im letzten Herbst die frisch vom Baum gepflückten saftigen Früchte vermisst.



Unter den über und über mit Blüten bedeckten Bäumen blühen währenddessen Tulpen in allen Farben .


Entgegen dem allgemeinen Trend mag ich rote Tulpen ganz besonders. Keine Tulpe leuchtet schon von weitem so schön wie eine rote .



Im Vordergrund seht ihr Rittersporn, der sich diesmal gut entwickelt. Goldwolfsmilch und Fetthenne. Natürlich Tulpen und letzte Primeln. Die braunen Flecken sind die erfrorenen Überreste meines Heiligenkrauts. Seit vielen Jahren hat das aus mediterranem Klima stammende Kraut jeden Winter überstanden. Aber diesmal werde ich die eine Hälfte ausgraben und die andere Hälfte bis zum Boden herunterschneiden müssen. 





Goldwolfsmilch




Ein Tagpfauenauge hat sich auch eingefunden.



Die großblütigen Pfingstveilchen sind immer die letzten blühenden Veilchen in meinem Garten. Sie duften nicht, blühen aber immer sehr schön. Weil sie sehr wuchern, stehen sie nicht im Beet.





Weiter hinten im Garten am Teich blüht eine Supfdotterblume.




Zum Schluß ein Bild vom hinteren Gartenteil. Meine Agaven stehen schon seit einigen Wochen im Freien. Leichte Fröste stecken sie locker weg. Ja, an der Mauer habe ich nicht sauber gemäht. Mein Freischneider streikt mal wieder und mit der Schere ist es immer so mühsam.


Mittwoch, 25. April 2018

Zehn Jahre Gartenblog




Nun blogge ich schon seit zehn Jahren. 2008 im Oktober setzte ich meinen ersten Schritt in die Boggerwelt und bin noch immer gern dabei.



Nach zehn schönen Jahren stelle ich fest, dass alles was ich schreibe, schon einmal geschrieben wurde. Entweder von mir oder von anderen Gartenbloggern.  So abwechslungsreich mein Garten ist, es blühen doch jedes Jahr die gleichen Blumen und es änderte sich auch bei der Gestaltung nicht mehr so viel wie in den ersten Jahren.
Für ein gut gemachtes DIY, für Giveaways, Awards und was es alles so gibt, fehlt mir die Zeit. 

Im Laufe der Jahre haben sich wunderbare Kontakte und Freundschaften gebildet. Ich habe viel von euch gelernt und viel schönes gelesen.
Das alles aufgeben möchte ich nicht.



Wie soll es weitergehen? 

Ich werde meinen Garten auf  Bildern durch das Jahr begleiten. Ohne immer ein Thema zu haben, einfach nur für mich.
Natürlich könnt ihr mich weiterhin bei meinen Gartenspaziergängen begleiten. 
Nur immer wieder neue interessante Themen finden müssen, das mag ich nicht mehr.



Auf meinem  Fotoblog werde ich weiterhin über Spaziergänge und Wanderungen berichten und meine Lieblingsbilder zeige ich weiterhin auf Instagram.

Ich danke euch für zehn schöne Jahre und hoffe, dass ihr mich gelegentlich auch weiterhin besucht.